7 Tipps für die Ernährung Ihres Hundes auf Reisen
Wie können Sie Verdauungsprobleme bei Ihrem Hund auf Reisen vermeiden und seine Ernährung unterwegs optimal gestalten? Sollten Sie das Futter wechseln oder alles im Voraus planen? Oft übersehen, kann dieses Detail den Urlaub schnell ruinieren… Hier sind 7 einfache und effektive Tipps für eine stressfreie Reise mit Ihrem Vierbeiner.
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Der Koffer ist gepackt, das Navi programmiert, die hundefreundliche Unterkunft gebucht. Alles ist bereit. Nun ja, fast. Denn es gibt da ein Problem, das viele Hundebesitzer bei einem Urlaub mit ihrem Vierbeiner unterschätzen: das Futter.
Ein Last-Minute-Wechsel des Trockenfutters in einem Supermarkt 300 km von zu Hause entfernt, ein schlecht verschlossener Beutel, der im Kofferraum feucht wird, ungefähre Rationen, weil wir den Messlöffel vergessen hatten… Ergebnis: Durchfall, Futterverweigerung oder Blähungen, gerade als wir uns etwas gönnen wollten.
Mit ein wenig Planung lässt sich all das vermeiden. So packen Sie das Futter Ihres Haustiers für einen wirklich stressfreien Urlaub.
Die goldene Regel: Das Trockenfutter während der Reise niemals wechseln.
Das ist der wichtigste Tipp von jedem Tierarzt. Der Verdauungstrakt eines Hundes reagiert viel empfindlicher auf Futterumstellungen als unserer. Ein plötzlicher Wechsel von einer Marke zur anderen kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden zu Verdauungsstörungen führen. Durchfall, Erbrechen, Futterverweigerung – genau das, was man im Urlaub vermeiden möchte.
Die Lösung ist einfach. Besorgen Sie sich vor Ihrer Abreise ausreichend Futter für Ihr Haustier, das für die gesamte Reise plus zwei bis drei Tage reicht. Wenn Sie online bestellen, denken Sie daran, mindestens eine Woche vor der Abreise zu bestellen, um Stress durch Lieferverzögerungen zu vermeiden. Sie finden eine große Auswahl an Hundefutter ist im Animalis-Geschäft erhältlich.mit der Möglichkeit, nach Rasse, Alter und Größe zu filtern, um das passende Exemplar für Ihr Haustier leicht zu finden.
Die richtigen Mengen berechnen: die problemlose Methode
Mit zu viel Trockenfutter rauszugehen ist umständlich. Mit zu wenig gerät man in Panik. So finden Sie die richtige Menge.
Nehmen Sie die übliche Tagesration Ihres Hundes (auf der Packung entsprechend seinem Gewicht angegeben). Multiplizieren Sie diese mit der Anzahl der Urlaubstage. Rechnen Sie drei zusätzliche Tage ein, um eventuelle Verzögerungen oder unvorhergesehene Ereignisse zu berücksichtigen. Ein 15 kg schwerer Hund frisst durchschnittlich 200 g Trockenfutter pro Tag. Für zwei Wochen entspricht das 2,8 kg plus dem Extra, also insgesamt etwa 3,4 kg. Gar nicht so viel.
Bedenken Sie jedoch, dass Ihr Hund bei einem aktiven Urlaub (Wandern, Canicross, tägliches Schwimmen) mehr Energie verbraucht als zu Hause. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Futterration je nach Intensität der Aktivität um 10 bis 20 % zu erhöhen. Für einen entspannten Aufenthalt im Ferienhaus ist die Standardration ausreichend.
Trockenfutter lagern und transportieren, ohne es zu beschädigen
Der größte Feind von Hundefutter im Urlaub ist die Luftfeuchtigkeit. Ein Kofferraum, der sechs Stunden lang in der prallen Sonne steht, kann einen geöffneten Futtersack in einen idealen Nährboden für Bakterien verwandeln. Die Fette werden ranzig, das Futter weicht auf, und der Hund verweigert es. Es sei denn, er wird davon ohnehin krank.
Für Kurztrips (bis zu einer Woche) teilen Sie die Rationen in wasserdichte Zip-Beutel auf, einen pro Tag. Das ist praktisch, man muss den großen Beutel nicht ständig öffnen und spart Platz im Kofferraum. Für längere Reisen empfiehlt sich ein luftdichter, lebensmittelechter Kunststoffbehälter. Modelle mit Clipdeckel sind weit verbreitet und schützen effektiv vor Luft, Feuchtigkeit und Insekten.
Beim Camping sollte der Behälter im Schatten stehen, am besten im Zelt oder Vorzelt und nicht im Auto. In einer Pension oder einem Hotel eignet sich der Küchenschrank perfekt.
Das Reise-Napfset für Haustiere: Was Sie wirklich einpacken müssen
Der Koffer muss nicht überladen werden. Die wichtigsten Dinge passen in wenige Teile.
Ein faltbarer Silikonnapf. Er ist platzsparend, leicht zu reinigen und passt problemlos in einen Wanderrucksack oder die Autotürablage. Für Wasser ist eine tragbare Flasche mit integriertem Trinkverschluss auf Spaziergängen äußerst praktisch: Ihr Hund kann sauber trinken, ohne dass Sie nach einer Wasserquelle suchen müssen.
Ein Messlöffel oder -becher. Klingt komisch, aber ohne Messhilfe neigt man dazu, die Menge einfach abzuschätzen. Im Urlaub sind die Fütterungszeiten oft unregelmäßig. Der Hund frisst später, wir geben ihm mehr, und die Portion gerät außer Kontrolle. Gleichbleibende Portionsgrößen beugen Verdauungsproblemen vor.
Packen Sie ein paar Trockenleckerlis für Pausen unterwegs oder als Belohnung beim Spaziergang ein. Wählen Sie Leckerlis, die Ihr Hund bereits kennt. Im Urlaub sollten Sie keine neuen Produkte ausprobieren.
Wasser: Der Punkt, den jeder vergisst
Wir denken an Trockenfutter, selten an Wasser. Dabei kann eine Umstellung des Leitungswassers die Verdauung eines Hundes genauso stark beeinträchtigen wie eine Futterumstellung. Die Mineralstoffzusammensetzung variiert regional, und manche Hunde reagieren besonders empfindlich darauf.
Bringen Sie für die ersten Tage ein paar Flaschen Ihres gewohnten Wassers mit, damit sich der Verdauungstrakt Ihres Hundes daran gewöhnen kann. Stellen Sie dann nach und nach auf das örtliche Wasser um. Vermeiden Sie es in den Bergen, Ihren Hund aus Bächen oder stehenden Gewässern trinken zu lassen, da dort Parasiten häufig vorkommen. Am Meer kann Salzwasser Erbrechen und Durchfall verursachen, wenn Ihr Hund zu viel davon trinkt. Stellen Sie nach jedem Schwimmen frisches Wasser bereit.
Beibehaltung eines stabilen Essverhaltens trotz des Umgebungswechsels
Hunde sind Gewohnheitstiere. Sie fressen und verdauen zu festen Zeiten. Im Urlaub ist die Versuchung groß, alles umzustellen. Frühstück um 11 Uhr, Spaziergang um 15 Uhr, Futter für den Hund um 21 Uhr. Genau das begünstigt Verdauungsprobleme.
Versuchen Sie, den gewohnten Fütterungsrhythmus beizubehalten, plus/minus eine halbe Stunde. Wenn Ihr Hund normalerweise um 8 Uhr morgens und 18 Uhr abends frisst, sollten Sie diesen Rhythmus auch im Urlaub beibehalten. Sein Magen wird es Ihnen danken. Und Ihrer auch, denn Verdauungsprobleme bei einem Hund in einer Ferienwohnung fallen schnell auf.
Füttern Sie ihn außerdem nicht unmittelbar vor einer Autofahrt. Ein voller Magen in Kombination mit den Vibrationen des Fahrzeugs ist die perfekte Mischung für Reiseübelkeit. Planen Sie seine letzte Mahlzeit mindestens zwei Stunden vor der Abfahrt.
Die Checkliste für Lebensmittel vor dem Schließen des Kofferraums
Bevor Sie losfahren, ist ein letzter Check unerlässlich. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Futter für Ihr Haustier dabei haben (Tagesration x Anzahl der Tage + 3 Tage Reserve). Prüfen Sie, ob die wiederverschließbaren Beutel oder der luftdichte Behälter fest verschlossen sind. Platzieren Sie den faltbaren Napf und die tragbare Wasserflasche während der Fahrt an einem leicht zugänglichen Ort. Nehmen Sie den Messlöffel mit. Denken Sie daran, Leckerlis für Pausen einzupacken. Bringen Sie außerdem ein paar Flaschen Wasser von zu Hause mit, um die Eingewöhnungszeit zu erleichtern.
Und falls Ihr Hund trotz allem während Ihres Aufenthalts Verdauungsprobleme bekommt, geraten Sie nicht in Panik. Lassen Sie ihn 12 bis 24 Stunden fasten und geben Sie ihm reichlich frisches Wasser. Führen Sie sein Trockenfutter anschließend in kleinen Portionen wieder ein. Sollten die Symptome länger als 48 Stunden anhalten, konsultieren Sie einen Tierarzt vor Ort. Notieren Sie sich vor Ihrer Abreise die Telefonnummer einer Tierklinik mit Notdienst an Ihrem Reiseziel. Diese Vorsichtsmaßnahme wird sich als sehr nützlich erweisen.
Ein gelungener Urlaub mit Ihrem Hund beginnt mit dem Inhalt des Futternapfs. Ein paar Minuten Planung vor der Abreise genügen, um stressige Tage am Urlaubsort zu vermeiden. Und das ist den kleinen organisatorischen Aufwand allemal wert.